Ende der offenen Kirche in Reichenbach

Die Tage werden kürzer, die Besucherströme ebben mit der zunehmenden Kühle ab. Deshalb endet mit Beginn des Oktobers unser Angebot der täglich offenen Kirche Reichenbach für das Jahr 2018. Besichtigungen sind aber weiterhin möglich nach Absprache mit dem Büro oder Pfr. Scheunemann! (js)

Partnerschaft besteht seit 48 Jahren

 

Seit 1970 verbringt jedes Jahr im Sommer eine Gruppe von Menschen mit Behinderung aus den Bruckberger Heimen, einer zum Diakoniewerk Neuendettelsau gehörigen Einrichtung, mit ihren Betreuern eine mehrtägige Freizeit in Beedenkirchen. Die Verbindung nach Bruckberg, einem kleinen Dorf in der Nähe von Ansbach in Mittelfranken, wurde Ende der 1960er Jahre vom damaligen Gemeindepfarrer Dieter Hörnle geknüpft, der in Neuendettelsau studiert und oft am Wochenende auf einer Wohngruppe der Behindertenheime geholfen hatte.

Das Bruckbergfest begann mit einem Familiengottesdienst, in dem die beiden Puppen Max und Mia eine Geschichte erzählten. Danach wurde in Pfarrhof, -wäldchen und Gemeindehaus gefeiert. Es gab gut gekühlte Getränke, Deftiges vom Grill sowie Kaffee und ein reichhaltiges Kuchenbufett von den Frauen der evangelischen Frauenhilfe und von der Blau-Weiß-Gymnastikgruppe. Alleinunterhalter Hans Seibt sorgte mit Livemusik für die richtige Stimmung. Das Kinderprogramm wurde von Sonja Gärtner und Team organisiert.

Für die Organisation des „All inclusive“-Services während des mehrtägigen Aufenthaltes im Freiheitheim am Ortsausgang Richtung Wurzelbach mit Frühstück, Mittag- und Abendessen durch Frauen der Kirchengemeinde zeichnet Renate Abraham verantwortlich. Auch Mütter der aktuellen Konfirmanden hatten mitgeholfen und begeistert ihre Hilfe schon gleich für das kommende Jahr angeboten. Besonders zu benennen ist dabei Karin Hörnle, die Witwe des Initiators, die inzwischen in Heppenheim wohnt, es sich aber trotzdem nicht nehmen lässt, das Empfangs-Mittagessen zu kochen und die Gäste in Beedenkirchen zu begrüßen.

Der Erlös des Bruckbergfestes mit all seinen Aktivitäten darum herum dient der Finanzierung des Ferienaufenthaltes sowie der jährlichen Weihnachtswünsche und meist bleibt noch ein kleiner Betrag übrig, mit dem das Dorf der Wohngruppe einen Wunsch erfüllen kann, der dort vom Jahresbudget nicht abgedeckt ist.

Nicht nur in Beedenkirchen ist diese Freundschaft beispielhaft, auch viele Besucher aus den umliegenden Orten kann man regelmäßig auf dem Fest entdecken, die die herzlich/fröhliche Atmosphäre im Herzen von Beedenkirchen kennen- und schätzen gelernt haben.

Jagdhornbläser in Beedenkirchen

In der katholischen Tradition wird die Hubertus-Messe Anfang November am Tag des Heiligen Hubertus gefeiert. Hubertus-Gottesdienst in einer evangelischen Kirche ist Sinnbild für die Bewahrung von Geschöpfen und Schöpfung. In Anlehnung daran feiert die Evangelische Kirchengemeinde in diesem Jahr ihren Hubertus-Gottesdienst am fünften Sonntag im September. Von Pfarrer Reinald Engelbrecht nach Beedenkirchen gebracht,  installierte sich diese Gottesdienstform inzwischen fest im Jahreskalender der Kirchengemeinde.

Den musikalischen Teil übernehmen am 30. September um 18 Uhr die Jagdhornbläser des Kreisjägervereins Groß-Gerau. Die Bläsergruppe ist amtierender Hessenmeister seit 2009 und konnten nach zweimaligen Vizemeisterschaften in 2013 sogar die Deutsche Meisterschaft erringen.  Der in Seeheim wohnende passionierte Parforcehornbläser Dieter Düber, der Mitglied der Groß-Gerauer Truppe ist, versichert, dass die Hubertusmesse nach Stief in Tonart Es, aus der Teile davon in den Gottesdienst einfließen werden, ein absolutes Highlight ist.

Bei gutem Wetter sind die Bläser nach dem Gottesdienst noch im Pfarrwäldchen mit verschiedenen Signalrufen aus dem  alltäglichen Jagdhorn-Repertoire zu hören. Kirchenvorsteher Oliver Ross, selbst Besucher des Kirchenstammtisches, lädt die Bläser und die Kirchenbesucher dort zu einem Gläschen Jägermeister ein.

Zum gemütlichen Abschluss findet anschließend ein abendlicher Kirchenstammtisch im benachbarten Gasthaus „Zur Linde“ statt, dort ist der Linden-Wirt aus diesem Anlass mit einem passenden Wildgericht auf  Bläser und Stammtisch“brüder“ und „-schwestern“ vorbereitet.

Klassische Gitarren in Beedenkirchen

GOMP Picking Art – acht wirkliche GitarrenKÜNSTLER – gastierten in Beedenkirchen. Das Ensemble ist entstanden aus dem Gitarrenorchester der Jugendmusikschule Frankfurt, wo sie mit etwa zwölf Jahren das Gitarre spielen erlernten. Obwohl heute verteilt über ganz Deutschland und ordentlichen Broterwerben nachgehend, haben sich die Mitglieder der Gruppe, bestehend aus Bjoern Bäuchle,  Sandra und Stefan Salm, Deniz Cöl, Dorothea Sawon, Miriam Mehler, Valentin Kunzler und Magnus Graf, nicht aus den Augen verloren, sondern treffen sich u.a. einmal jährlich im Evangelischen Freizeitheim zu Intensiv-Probentagen, an deren Abschluss jeweils auch ein Gitarrenkonzert in der Dorfkirche dargeboten wird. Moderne Musik z. B. von Roxette, Billy Joel und der Heavy-Metal-Band „System of Down“ stand neben klassischen Stücken aus dem 19. Jahrhundert vom französischen Komponisten Gabriel Fauré und aus dem 16. Jahrhundert von dem Engländer John Dowland. Nach begeistertem Applaus zum Schluss des Konzertes konnte Jürgen Schellhaas, KV-Vorsitzender, die Musiker noch zu einer Zugabe bewegen. „Uptown Funk“ von Bruno Mars und Mark Ronson bildete den krönenden Abschluss. Unter dem Beifall der anwesenden Zuhörer lud Schellhaas die Gruppe GOMP auch fürs nächste Jahr wieder zu einen Auftritt in der Kirche ein.

(Foto: Christine Boss-Engelbrecht)

 

Stammtisch-Gottesdienst mit Bierprobe

„Zielgruppen-Gottesdienste“ sind heute ganz modern – auch die Beedenkirchner lassen sich da eine ganze Menge einfallen. Zweimal im Jahr nehmen sie beispielsweise die regelmäßigen Besucher/innen des gegenüberliegenden Gasthauses ins Visier und bieten einen „Stammtisch-Gottesdienst“ an. Ein Hobby des Reichenbacher Pfarrers Jan Scheunemann, der am 8. April den örtlichen Pfarrer wegen Urlaubs auf der Kanzel vertreten hat, ist „Bier brauen“ und mit diesem Prozess verglich er in seiner Predigt das Leben und die Vorkommnisse in einer Kirchengemeinde. Frisch gebraut worden war wenige Tage vorher das Bier, das zum ökumenischen Reichenbacher Pfarrfest (30.06./01.07.) ausgeschenkt werden soll. Der Pfarrer hatte zwei Sorten mitgebracht, davon eines mit rauchiger Note, die von den Gottesdienst-Teilnehmern verkostet werden konnten. Zum anschließenden Stammtisch servierte der „Lindenwirt“ zum frisch Gezapften ein Pärchen Weißwurst mit süßem Senf und Laugenbrezeln.

Ortsbeirat unterstützt Kirchengemeinde

Weil der Pfarrer von Beedenkirchen für alle Bürger da ist – unabhängig von Konfession und Glauben,weil  alle Ortsbewohner in der Kirche und den regelmäßigen Veranstaltungen in der Pfarrscheuer gern gesehen und herzlich willkommen sind, besteht dort eine starke Verbundenheit der Dorfbewohner zu der Evangelischen Kirchengemeinde und alle helfen immer wieder mit, die „Kirche im Dorf“ zu behalten.

Seit 10 Jahren organisiert der Ortsbeirat beim jährlichen Fest am 1. Advent anlässlich der „Stuwwemussig“ das Angebot an die Festbesucher mit Herzhaftem vom Grill und heißen Getränken. Auch die Bürger für Beedenkirchen (BfB) fühlen sich dieser Tradition seit ihrem Bestehen verpflichtet. Ortsvorsteher Hartmut Krämer hat im Gottesdienst am 8. April den Erlös des Adventsfestes 2017 in Höhe von 800 € an KV-Vorsitzenden Jürgen Schellhaas im Beisein von Pfarrer Jan Scheunemann übergeben. Der Betrag wird eingesetzt für die Erhaltung des Gemeindehauses „Alte Pfarrscheuer“.

Auf dem Foto (von links nach rechts):
Peter Eckel, Stv. Ortsvorsteher – Uschi Weisz, BfB – Hartmut Krämer, Ortsvorsteher – Edith Koch, BfB – Jürgen Schellhaas, KV-Vorsitz – Jan Scheunemann, Pfarrer

Beedenkirchen – Jahresthema 2018

„Respekt – Respektvoll miteinander!“

von Pfarrer Reinald Engelbrecht

Auch für 2018 hat der Kirchenvorstand Beedenkirchen mit „Respekt“ eine Überschrift über das Jahr gefunden. In unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen wollen wir dem nachspüren, was diese wichtige Grundregel einer menschlichen Gemeinschaft im Einzelnen bedeutet.

In einem ethymologischen Lexikon – einem Herkunftswörterbuch also – wird „Respekt“ mit dem lateinischen respicere in Verbindung gebracht: zurückblicken; sich umblicken – im Sinne von Rücksicht nehmen oder berücksichtigen.

Erstaunlich, was es im Internet alles an Zitaten, Aphorismen und Weisheiten dazu von berühmten und weniger berühmten Persönlichkeiten zu lesen gibt. Mir persönlich fällt beim Thema „Respekt haben“ die Haltung Jesu ein. Er wird von einem seiner Zuhörer einmal gefragt, wie er denn die vielen Regeln und Gesetze zusammenfassen würde. Er antwortet mit dem, was wir heute „Das höchste Gebot“ nennen: Gott über alle Dinge lieben und den Nächsten wie sich selbst! (Mt. 22, 27 ff)

Jesus Christus meint damit, dass die Gottesbeziehung auch all die übrigen Beziehungen eines Menschen mit prägt. Wer in einem lebendigen Austausch mit dem Schöpfer lebt, wird seine Mitmenschen aus diesem Verständnis heraus respektvoll wahrnehmen. Ebenso wird auch die Sicht auf sich selbst, auf die eigene Gesundheit und den eigenen Körper und die Seele beeinflusst. Und nicht zuletzt wird sich der Glaube auch auf die Einstellung zur außermenschlichen Kreatur, zu Pflanzen und Tieren, zur Natur auswirken.

Jesus geht mit seinen Zeitgenossen im 1. Jahrhundert genauso um, wie Gott sie sieht: Nämlich als freie, mit Vernunft ausgestattete und selbständig denkende Menschen. Diese Haltung ist im Neuen Testament gerade auch in den Konfliktsituationen deutlich zu erkennen.

Kindergarten Beedenkirchen bastelt für Kirchenbesucher

 

Große und Kleine waren am Ostern-Sonntag in Beedenkirchen zum Gottesdienst eingeladen. Kinder und Erzieherinnen des Evangelischen Kindergartens Beedenkirchen hatten kleine Holzkreuze mit leuchtendem Glasschmuck verziert.

 

 

 

Jede Familie konnte nach dem Oster-Gottesdienst solch ein Geschenk mit nach Hause nehmen. Pfarrer Jan Scheunemann hatte die Kinder während der Predigt nach vorne vor den Altar gerufen, wo sie dann ein Birkenkreuz erblühen ließen, indem sie Osterglocken in die dafür vorgesehenen Reagenzgläschen steckten. Und auch am österlichen Heiligen Abendmahl nahmen Kinder und Erwachsene mit großer Andacht und Ehrfurcht teil.

Lautertaler Adventsmusik

Unsere drei Kirchengemeinden haben im Monat Dezember einige kirchenmusikalische Ereignisse – diese haben wir mal zusammen auf ein Plakat geschrieben. Wenn Sie zuhause noch nicht mit Gemütlichkeit und Adventsstimmung übersättigt sind – schauen Sie doch mal vorbei. Sie werden es bestimmt nicht bereuen 🙂

Die Veranstaltungen im Einzelnen: