Klassische Gitarren in Beedenkirchen

GOMP Picking Art – acht wirkliche GitarrenKÜNSTLER – gastierten in Beedenkirchen. Das Ensemble ist entstanden aus dem Gitarrenorchester der Jugendmusikschule Frankfurt, wo sie mit etwa zwölf Jahren das Gitarre spielen erlernten. Obwohl heute verteilt über ganz Deutschland und ordentlichen Broterwerben nachgehend, haben sich die Mitglieder der Gruppe, bestehend aus Bjoern Bäuchle,  Sandra und Stefan Salm, Deniz Cöl, Dorothea Sawon, Miriam Mehler, Valentin Kunzler und Magnus Graf, nicht aus den Augen verloren, sondern treffen sich u.a. einmal jährlich im Evangelischen Freizeitheim zu Intensiv-Probentagen, an deren Abschluss jeweils auch ein Gitarrenkonzert in der Dorfkirche dargeboten wird. Moderne Musik z. B. von Roxette, Billy Joel und der Heavy-Metal-Band „System of Down“ stand neben klassischen Stücken aus dem 19. Jahrhundert vom französischen Komponisten Gabriel Fauré und aus dem 16. Jahrhundert von dem Engländer John Dowland. Nach begeistertem Applaus zum Schluss des Konzertes konnte Jürgen Schellhaas, KV-Vorsitzender, die Musiker noch zu einer Zugabe bewegen. „Uptown Funk“ von Bruno Mars und Mark Ronson bildete den krönenden Abschluss. Unter dem Beifall der anwesenden Zuhörer lud Schellhaas die Gruppe GOMP auch fürs nächste Jahr wieder zu einen Auftritt in der Kirche ein.

(Foto: Christine Boss-Engelbrecht)

 

Stammtisch-Gottesdienst mit Bierprobe

„Zielgruppen-Gottesdienste“ sind heute ganz modern – auch die Beedenkirchner lassen sich da eine ganze Menge einfallen. Zweimal im Jahr nehmen sie beispielsweise die regelmäßigen Besucher/innen des gegenüberliegenden Gasthauses ins Visier und bieten einen „Stammtisch-Gottesdienst“ an. Ein Hobby des Reichenbacher Pfarrers Jan Scheunemann, der am 8. April den örtlichen Pfarrer wegen Urlaubs auf der Kanzel vertreten hat, ist „Bier brauen“ und mit diesem Prozess verglich er in seiner Predigt das Leben und die Vorkommnisse in einer Kirchengemeinde. Frisch gebraut worden war wenige Tage vorher das Bier, das zum ökumenischen Reichenbacher Pfarrfest (30.06./01.07.) ausgeschenkt werden soll. Der Pfarrer hatte zwei Sorten mitgebracht, davon eines mit rauchiger Note, die von den Gottesdienst-Teilnehmern verkostet werden konnten. Zum anschließenden Stammtisch servierte der „Lindenwirt“ zum frisch Gezapften ein Pärchen Weißwurst mit süßem Senf und Laugenbrezeln.

Ortsbeirat unterstützt Kirchengemeinde

Weil der Pfarrer von Beedenkirchen für alle Bürger da ist – unabhängig von Konfession und Glauben,weil  alle Ortsbewohner in der Kirche und den regelmäßigen Veranstaltungen in der Pfarrscheuer gern gesehen und herzlich willkommen sind, besteht dort eine starke Verbundenheit der Dorfbewohner zu der Evangelischen Kirchengemeinde und alle helfen immer wieder mit, die „Kirche im Dorf“ zu behalten.

Seit 10 Jahren organisiert der Ortsbeirat beim jährlichen Fest am 1. Advent anlässlich der „Stuwwemussig“ das Angebot an die Festbesucher mit Herzhaftem vom Grill und heißen Getränken. Auch die Bürger für Beedenkirchen (BfB) fühlen sich dieser Tradition seit ihrem Bestehen verpflichtet. Ortsvorsteher Hartmut Krämer hat im Gottesdienst am 8. April den Erlös des Adventsfestes 2017 in Höhe von 800 € an KV-Vorsitzenden Jürgen Schellhaas im Beisein von Pfarrer Jan Scheunemann übergeben. Der Betrag wird eingesetzt für die Erhaltung des Gemeindehauses „Alte Pfarrscheuer“.

Auf dem Foto (von links nach rechts):
Peter Eckel, Stv. Ortsvorsteher – Uschi Weisz, BfB – Hartmut Krämer, Ortsvorsteher – Edith Koch, BfB – Jürgen Schellhaas, KV-Vorsitz – Jan Scheunemann, Pfarrer

Beedenkirchen – Jahresthema 2018

„Respekt – Respektvoll miteinander!“

von Pfarrer Reinald Engelbrecht

Auch für 2018 hat der Kirchenvorstand Beedenkirchen mit „Respekt“ eine Überschrift über das Jahr gefunden. In unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen wollen wir dem nachspüren, was diese wichtige Grundregel einer menschlichen Gemeinschaft im Einzelnen bedeutet.

In einem ethymologischen Lexikon – einem Herkunftswörterbuch also – wird „Respekt“ mit dem lateinischen respicere in Verbindung gebracht: zurückblicken; sich umblicken – im Sinne von Rücksicht nehmen oder berücksichtigen.

Erstaunlich, was es im Internet alles an Zitaten, Aphorismen und Weisheiten dazu von berühmten und weniger berühmten Persönlichkeiten zu lesen gibt. Mir persönlich fällt beim Thema „Respekt haben“ die Haltung Jesu ein. Er wird von einem seiner Zuhörer einmal gefragt, wie er denn die vielen Regeln und Gesetze zusammenfassen würde. Er antwortet mit dem, was wir heute „Das höchste Gebot“ nennen: Gott über alle Dinge lieben und den Nächsten wie sich selbst! (Mt. 22, 27 ff)

Jesus Christus meint damit, dass die Gottesbeziehung auch all die übrigen Beziehungen eines Menschen mit prägt. Wer in einem lebendigen Austausch mit dem Schöpfer lebt, wird seine Mitmenschen aus diesem Verständnis heraus respektvoll wahrnehmen. Ebenso wird auch die Sicht auf sich selbst, auf die eigene Gesundheit und den eigenen Körper und die Seele beeinflusst. Und nicht zuletzt wird sich der Glaube auch auf die Einstellung zur außermenschlichen Kreatur, zu Pflanzen und Tieren, zur Natur auswirken.

Jesus geht mit seinen Zeitgenossen im 1. Jahrhundert genauso um, wie Gott sie sieht: Nämlich als freie, mit Vernunft ausgestattete und selbständig denkende Menschen. Diese Haltung ist im Neuen Testament gerade auch in den Konfliktsituationen deutlich zu erkennen.

Kindergarten Beedenkirchen bastelt für Kirchenbesucher

 

Große und Kleine waren am Ostern-Sonntag in Beedenkirchen zum Gottesdienst eingeladen. Kinder und Erzieherinnen des Evangelischen Kindergartens Beedenkirchen hatten kleine Holzkreuze mit leuchtendem Glasschmuck verziert.

 

 

 

Jede Familie konnte nach dem Oster-Gottesdienst solch ein Geschenk mit nach Hause nehmen. Pfarrer Jan Scheunemann hatte die Kinder während der Predigt nach vorne vor den Altar gerufen, wo sie dann ein Birkenkreuz erblühen ließen, indem sie Osterglocken in die dafür vorgesehenen Reagenzgläschen steckten. Und auch am österlichen Heiligen Abendmahl nahmen Kinder und Erwachsene mit großer Andacht und Ehrfurcht teil.

Lautertaler Adventsmusik

Unsere drei Kirchengemeinden haben im Monat Dezember einige kirchenmusikalische Ereignisse – diese haben wir mal zusammen auf ein Plakat geschrieben. Wenn Sie zuhause noch nicht mit Gemütlichkeit und Adventsstimmung übersättigt sind – schauen Sie doch mal vorbei. Sie werden es bestimmt nicht bereuen 🙂

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

 

 

500 Jahre Reformation – Gottesdienst-Spaziergang „Mit Martin Luther rund um Beedenkirchen“

Teilnehmer aus allen drei Lautertaler Kirchengemeinden waren am letzten Juli-Sonntag der Einladung aus Beedenkirchen gefolgt zu einem musikalisch-poetischen Gottesdienst-Spaziergang durch den hochsommerlichen Felsberg-Wald. Ellen Bergoint und Renate Abraham vom Kirchenvorstand konnten am frühen Abend knapp zwanzig Spaziergänger jeden Alters an der Pfarrer-Hörnle-Linde vor dem Gemeindezentrum begrüßen. Passend zum Reformationsjubiläum lautete das Motto dieses Ereignisses „Mit Martin Luther rund um Beedenkirchen“.

Zur Essenszeit saß bei Luthers nicht nur die Familie am Tisch, auch Studenten, Freunde und Reisende, die gerade zu Gast waren, gesellten sich stets dazu. Und es wurde nicht geschwiegen wie einst im Kloster –  stattdessen führte man Gespräche über alles, was gerade anstand, ein reger Gedankenaustausch fand statt, gelegentlich hielt der Hausherr gar aus dem Stegreif kurze Reden. Der Reformator hatte zwar nichts dagegen, dass seine Studenten und Besucher die Gespräche notierten, zur Veröffentlichung hielt er sie jedoch nicht geeignet.

Alle redeten, wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Und in der Rückschau klang das manchmal schon recht derb und heftig. Auszüge aus den Tischreden wurden in vier „Erbauungs-Pausen“ von Ellen Bergoint vorgetragen. Zeitgenössische Instrumentalstücke z.B. von Johann Walter und Ulrich Steigleder unterstrichen die einzelnen Lutherthemen ergänzend. Die Meinung Luthers „Unkraut wächst schnell, darum wachsen Mädchen schneller als Jungen.“ sorgte im Felsberg-Wald für Heiterkeit, was unter dem Überbegriff „Über den Papst und die katholische Kirche“ überliefert ist, löste in der ökumenischen Teilnehmer-Runde gar Empörung aus. Einig war man sich allerdings, dass seine Äußerungen unbedingt im Kontext des Mittelalters betrachtet werden müssen.

Der Weg führte über den Dorfplatz zum Parkplatz Römersteine, weiter auf dem „Unteren Weg“ zur Brücke über den Felsberg, auf dem Rückweg passierte man die Seeger-Hütte. An der Hinweistafel am Waldrand wurde eine letzte Pause eingelegt.  Über den Stotz zurück am Pfarrhaus von Beedenkirchen angekommen, zerstreute sich die Gruppe in den Sonntag-Abend.

500 Jahre Reformation – Katharina von Bora, die Frau an Luthers Seite

Liebe auf den ersten Blick war es ja nicht – eigentlich hatte Martin Luther sich verguckt in die die ehemalige Nonne Ave von Schönfeld, eine Freundin der
Katharina von Bora. Aber irgendwie kriegte er die Kurve nicht und auf einmal war die von ihm begehrte Ave an einen anderen vergeben.

Katharina von Bora dagegen, 1499 als Tochter eines verarmten Adeligen geboren und mit
10 Jahren ins Kloster gegeben, wusste genau, was sie wollte und verfolgte ihren Weg zielstrebig. Sie wollte Martin Luther selbst. Unter dem Einfluss der Reformation war sie dem Kloster entflohen, heiratete 1525 ihren Traummann und brachte ihm sechs Kinder zur Welt.

Gegenseitige Achtung und Liebe sind im Verlauf der Ehe entstanden und stetig gewachsen. Sein  „Herr Käthe“, wie Luther seine Frau oft spaßeshalber nannte, hielt ihm stets den Rücken frei, organisierte Haushalt, Landwirtschaft und Studentenunterkunft.

Helma Göppert aus Alsbach-Hähnlein hat sich mit dieser starken Frau intensiv beschäftigt und den Besuchern des Gemeindenachmittags in der Pfarrscheuer Beedenkirchen in Wort und Bild nahegebracht. Die Evangelischen Frauen des Dorfes haben ihre Gäste mit Kaffee und frisch gebackenem Apfel-Streusel-Kuchen bewirtet .

Konfirmation, zweiter Teil in Reichenbach

Reichenbach hat wieder Konfirmation gefeiert!

An den vergangenen beiden Sonntagen  wurden die Konfis aus Elmshausen, Lautern und Reichenbach von Pfr. Jan Scheunemann in der Reichenbacher Kirche ordiniert. In der Konfirmationspredigt wurden die Jugendlichen, die mit der Konfirmation wieder einen Schritt zum Erwachsener werden getan haben, auf das probeweise Verlassen des sicheren elterlichen Hafens vorbereitet – und mit Gottes Segen für den weiteren Lebensweg gut ausgestattet! Ein kleines Präsent vom Konfiteam gab es noch dazu!

Die Kirchengemeinde Reichenbach gratuliert allen Konfirmierten 🙂

(Auf den Bildern kann man das unterschiedlich gute Wetter beobachten 😉 )