Taufen

Wasser ist das wichtigste Zeichen bei der Taufe, dem Sakrament zur Aufnahme in die Kirche. Mit der Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft auf der ganzen Welt aufgenommen. Davon berichtet auch die Lebensordnung unserer Kirche:

„Seit den Anfängen christlicher Gemeinden ist die Taufe als Handeln Gottes am Menschen das Sakrament der Zugehörigkeit zum Leib Christi. Wer im Glauben mit Wasser „auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19) getauft wird, ist mit Christus und der christlichen Gemeinschaft verbunden. Die Taufe ist bis heute ein verbindendes Zeichen aller Christinnen und Christen – auch über theologische Differenzen und Unterschiede in der Glaubenspraxis hinweg.“

Die Taufe ist ein Sakrament

Sakramente sind von Gott eingesetzte, sichtbare und wirksame Handlungen, die aus Wort und Zeichen bestehen. Bei der Taufe ist das wichtigste Zeichen das Wasser, das als Urelement des Lebens gilt, aber auch eine Bedrohung sein kann – im Wasser kann Leben untergehen und enden. Im Wasserritus erfahren die Täuflinge symbolisch, was Jesus Christus durchlebt hat – wie er durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling, und er „taucht auf“ als Mensch des neuen Lebens.

Sich taufen lassen

Wenn Sie sich selbst oder Ihr Kind taufen lassen möchten, setzen Sie sich bitte mit unseren Gemeindebüros in Verbindung – je früher desto besser, mindestens sechs bis acht Wochen im Voraus wären gut. Wir taufen nämlich in besonderen Gottesdiensten, die teilweise zu bestimmten Terminen über das Jahr verteilt stattfinden. So können wir die Taufe verlässlich einplanen. Danke!

Dort und bei den Pfarrer*innen bekommen Sie auch Informationen über die Voraussetzungen für Taufpat*innen. Auch alle anderen Fragen zur Taufe können dort geklärt werden.

Frequently asked questions zur Taufe:

Wie lange dauert der Gottesdienst? Etwa 50-60 Minuten. Wir taufen im Eingangsteil des Gottesdienstes, vor der Predigt.

Mein Kind hält nicht lang durch! Was, wenn es anfängt zu schreien? Kein Problem, jedenfalls nicht für uns – Kinder machen Geräusche und sind nicht zum Stillsitzen geboren. Sie dürfen gern mit Ihrem Kind auf dem Arm im Gottesdienst herumlaufen oder vor die Tür gehen. Das kommt oft vor.

Was ist mit Fotos/Film? Ohne Blitz und Autofokuspiepsen sind Fotos während des Gottesdienstes erlaubt – aber nur, wenn sie nicht vom Gottesdienst ablenken. Genaueres klären wir gern im Taufgespräch. Nach dem Gottesdienst bieten wir Ihnen aber gern die Möglichkeit, noch ausgiebig Fotos vor dem Altar oder dem Taufbecken zu machen, gern auch mit Pfarrer*in!

Können wir den Gottesdienst mitgestalten? Grundsätzlich ja. Bei Musikwünschen müssen wir schauen, dass sie ins Gesamtkonzept passen. Beiträge von Paten, Geschwistern und sonstigen Verwandten und Freunden sind sehr willkommen, aber kein Muss. Genaueres planen wir dann im Taufgespräch.

Kann meine ausgetretene Freundin/Schwester/Sonstetwas Patin werden? Nein, dafür ist die Mitgliedschaft in einer ACK-Kirche erforderlich (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen).

In der XYZ-Gemeinde gab es Taufzeugen. Ist diese Lösung für Ausgetretene im Lautertal auch möglich? Nein, wir nehmen die Entscheidung ernst, wenn Menschen aus der Kirche austreten. Ausgetretene dürfen aber am Gottesdienst mitwirken, wenn sie das möchten – und selbstverständlich auch mit am Taufbecken stehen. Es gibt nur kein Amt und keine Urkunde.